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Stechmücken als Krankheitsüberträger

Stechmücken können verschiedene Krankheiten übertragen, sie sind sogenannte Vektoren. Dafür muss eine Mücke aber zunächst einen Kranken stechen und sich dadurch selbst mit dem Erreger anstecken. Erst nach einiger Zeit (meistens sind es etwa zehn Tage) wird die Mücke selbst infektiös. Allerdings kann nicht jede Mücke jeden Erreger übertragen. So wird zum Beispiel der Malariaerreger nur von der Mückengattung Anopheles weitergegeben, während Tigermücken (Aedes) Vektoren von Denguefieber sind.

Die Spezialisierung auf verschiedene Wirte hat natürlich auch einen Einfluss auf die Krankheiten, die eine Stechmückenart übertragen kann. So ist zum Beispiel die Gelbfiebermücke Aedes aegypti sehr stark auf den Menschen und dessen Umgebung spezialisiert. Sie ist deswegen auch ein hocheffizienter Vektor verschiedener Krankheiten des Menschen: Gelbfieber, Dengue oder Chikungunya gehören dazu.

Andere, weniger spezialisierte Arten, können auf eine andere Weise gefährlich sein. Da sie verschiedene Wirte stechen (z.B. Vögel oder Pferde), können sie sich dadurch mit West-Nil-Fieber infizieren und diesen Erreger dann später an den Menschen weitergeben. Solche Arten werden Brückenvektoren genannt.

Da die Übertragung von Krankheiten durch Stechmücken in tropischen Regionen nicht zu unterschätzen ist, sollte man bei Fernreisen in die Tropen auf Mückenschutz achten. Hier finden Sie Information der CDC (Centers for Disease Control and Prevention) zur aktuellen Verbreitung der Krankheiten und Reisetipps >

Unter folgenden Links finden Sie Tipps, wie man sich speziell auf Reisen in die Tropen schützen kann: Urlaub auf Bali, Reisen in Vietnam, Reisen in Japan