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Überschwemmungsmücken

Es gibt verschiedene Arten von Überschwemmungsmücken, z.B. Aedes vexans, Ochlerotatus sticticus and Aedes cinereus. Die Anpassung an Biotope, die die meiste Zeit trocken liegen und oft nur unregelmäßig geflutet werden, ergibt allerdings sehr ähnliche Lebensweisen. Anders als Hausmücken legen Überschwemmungsmücken ihre Eier einzeln und normalerweise auf den feuchten Boden ab (pro Blutmahlzeit kann ein Weibchen rund 100 Eier produzieren). Die sich entwickelnden Larven schlüpfen aber noch nicht, sondern können bis zu drei Jahre im Inneren der Eihülle überdauern.

Allerdings schlüpfen die Larven nicht zwingend, selbst wenn sie in Wasser gelangen. Zum Beispiel hemmen niedrige Temperaturen und ein zu hoher Sauerstoffgehalt des Wassers den Schlupf. Wichtige Gründe dafür, dass die Entwicklung zum erwachsenen Tier zu lange dauert sind, dass die Larve in der falschen Jahreszeit nicht überleben würde und dass in sauerstoffreichen Gewässern oft Fische und andere Fressfeinde warten.

Wenn aber die Umstände passen, wenn also zum Beispiel im Frühling und Sommer Regenfälle das Grundwasser nach oben drücken und nährstoffreiche Pfützen, Tümpel und überschwemmte Wiesen und Felder entstehen lässt, oder nach Hochwasser, können fast zeitgleich massenhaft Larven schlüpfen. Stimmt die Temperatur, dauert die Entwicklung zum erwachsenen Tier dann nur wenig mehr als eine Woche.

Im Gegensatz zu den Haus­mücken gehen die Weibchen von Über­schwemmungs­mücken normalerweise spätestens mit dem Einbruch des Winters zugrunde; Über­schwemmungs­mücken über­wintern im Eistadium.