Arm-to-cage Test
Der Arm-to-Cage-Test ist ein standardisiertes Prüfverfahren für topische Repellentien, bei dem nicht der gesamte Unterarm in den Käfig eingebracht wird. Stattdessen wird eine definierte, mit Repellent behandelte Hautfläche gezielt gegen ein Testfenster exponiert. Dadurch lässt sich die Expositionsfläche präziser begrenzen und zwischen Probanden und Wiederholungen besser standardisieren.
Gegenüber dem klassischen Arm-in-Cage-Ansatz ist der Arm-to-Cage-Test in vielen Fällen die methodisch vorteilhaftere Alternative, weil er kontrolliertere Expositionsbedingungen, eine höhere Vergleichbarkeit und eine geringere unbeabsichtigte Kontamination nicht geprüfter Hautbereiche ermöglicht.
Methodische Merkmale
- definierte und klar begrenzte Expositionsfläche am Unterarm
- verbesserte Standardisierung zwischen Probanden und Wiederholungen
- geringeres Risiko unbeabsichtigter Kontamination weiterer Armabschnitte
- gute Eignung für reproduzierbare Formulierungsvergleiche und Schutzzeitprüfungen
Regulatorische Relevanz
Der Arm-to-Cage-Test ist in der ECHA Guidance on the Biocidal Products Regulation, Volume II: Efficacy, Parts B+C, Version 6.0 (August 2023) ausdrücklich als Prüfansatz für PT19-Produkte genannt.
Typische Anwendung
- Vergleich von Schutzzeiten topischer Repellentien
- Bewertung von Formulierungsänderungen
- standardisierte Laborprüfung bei klar definierter Expositionsfläche
Gerade dann, wenn eine belastbare und regulatorisch anschlussfähige Wirksamkeitsprüfung erforderlich ist, kann der Arm-to-Cage-Test gegenüber dem klassischen Arm-in-Cage-Test die zweckmäßigere Wahl sein.
Literatur
Obermayr U., Rose A. und Geier M. (2010) A novel test cage with an air ventilation system as an alternative to conventional cages for the efficacy testing of mosquito repellents. Journal of Medical Entomology 47 (6): 1116-1122, doi: 10.1603/ME10093


